Zeitreise in Dresden


Gründungs-Konzept für den Verein / Stiftung  "Zeitreise in Dresden"

- Es werden Vereinsmitglieder gesucht! -

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Die Historie:

Der Bankdirektor Carl Bernhard Eisentraut ließ 1860 in der Rolle als Bauherr in Dresden-Strehlen eine Villa im klassizistischen Stil vom Baumeister Friedrich Rudolph Tharandt erbauen. Danach wurde der Villa noch ein Seitenanbau mit Säulengang hinzugefügt. Auf dem 3520 m² großen Anwesen folgte noch in damals üblicher Weise ein Gartenhaus mit Stall für ein Pferd und die Errichtung einer parkähnlichen Gartenanlage, die aus zahlreichen Bäumen, Sträuchern und eingefassten Rasenflächen mit Wegen bestand, an denen zum Teil kleine Steinfiguren standen, während sich im südöstlich gelegenen Eckteil des Grundstücks eine Bank aus Sandstein befand, von der aus man einen Blick auf den größten Teil des Anwesen samt Villa mit Säulengang genießen konnte. 

Das Gartenhaus wurde von einem Gärtner bewohnt, der das gesamte Gartengrundstück pflegte. Nach dem frühen Tod Eisentrauts wollte die Wittwe offensichtlich die Villa zu Gunsten eines größeren Gebäudes im Jugendstil abreißen lassen, entschied sich aber dann für eine Ergänzung der Villa um zwei weitere Zimmer, die neben dem Balkonzimmer beidseits aufgestockt wurden.

1909 kam Dora Pejačević, eine kroatische Komponistin für ein Privatstudium bei Percy Sherwood nach Dresden und wohnte zusammen mit ihrem späteren Ehemann Ottomar von Lumbe für einige Zeit entweder als Gast oder zur Miete in der Villa. Über Dora Pejačević ist der Dokumentarfilm "Dora - Flucht in die Musik" gedreht worden, der im März 2023 in Berlin seine Premiere erlebte. 


In den dreißiger Jahren vermieteten die im Ausland lebenden Erben das Anwesen an Cornell Wilkens, der aus Kanada stammte und eine deutsche Comtess geheiratet hatte mit der er einen Sohn besaß. 

Das Anwesen überstand den zweiten Weltkrieg glücklicherweise weitgehend unbeschadet. Nun wurden Vertriebene und Ausgebombte auch auf diesem Grundstück untergebracht, indem man aus den zwei durchgängigen Etagen der Villa durch Unpassierbarmachung von Türen, mehr separate Wohngelegenheiten schuf. Nach Gründung der DDR verließ die Witwe des Cornell zusammen mit ihrem Sohn Dresden. Fortan verwaltete die Kommunale Wohnungsverwaltung der Stadt Dresden das in ausländischem Besitz befindliche Anwesen. 1980 ging das Grundstück aufgrund der geleisteten Sanierungskosten in das Volkseigentum der DDR über. 

Nach dem Ende der DDR übernahm die Gebäudewirtschaft der Stadt Dresden die Verwaltung und ab 1995 dann die R&M Haus u. Mietverwaltung.1991 stellten die Erben, die in Kanada und den USA lebten, einen Antrag auf Restitution des Grundstücks. 1998 bekam R&M von der Stadt Dresden den Auftrag das Anwesen im Verlauf eines Jahres zu verkaufen, was nicht gelang. 
Die Bearbeitung des  Restitutionsantrags sollte sich über 15 Jahre hinziehen. Nach einem endlos langen und verzweifelten Kampf schaffte es der letzte verbliebene Mieter, der sein ganzes Leben hindurch auf dem Grundstück bis zum heutigen Tag
lebt, das Grundstück zu erwerben.

 

Dieses Bild zeigt Dora Pejačević mit  Ottomar v. Lumpe während ihres Privatstudiums bei Percy       
Sherwood in Dresden auf der Freitreppe vor der Villa stehend.        

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Der Zweck des Vereins/Stiftung:

Die grundlegende Aufgabe wird zunächst darin bestehen, den überwiegenden Original-Zustand des Hauptgebäudes, sowie des Gartenhauses, der sich aufgrund seiner außergewöhnlichen Geschichte bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt dem heutigen Zeitgeist entziehen konnte, was in ähnlicher Form auch für die parkähnliche Gartenanlage zutrifft, zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

Dann kann es unter Umständen nötig sein, dass einige Restaurationsmaßnahmen  von Fachleuten ausgeführt werden müssen, die zu einem wesentlichen Teil nur über Spenden ermöglicht werden können.

Die Restauration der Gebäude soll so erfolgen, dass nicht neuwertige Flächen mit modernen Farbsubstanzen entstehen und alte Farbschichten gänzlich verschwinden, sondern mittels Naturfarben die aufwendig per Hand abgemischt werden, der Ton entsteht, den der Raum noch hätte, wäre er unbeschadet über die Gezeiten gekommen. Nur so ist es möglich den Zeitgeist bzw. die Aura eines alten Gebäudes zu erhalten, die es immer erst nach langer Zeit erhält.

 


Dieses Bild zeigt die Vorderseite des Grundstücks von der Straße aus mit Blick auf die Villa
nach der Renouvierung der Außenfassade gegen 1920.

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Ein ganz wichtiger Punkt wird die Suche nach kulturellen Institutionen und privaten wie öffentlichen Förder-Stiftungen sein, um unserem Projekt auf die Beine zu helfen. So wird es nötig sein gleichzeitig auf unterschiedlichen Ebenen zu beginnen, indem die praktischen Arbeiten wie Handwerkliches und Gärtnerisches die gleiche wichtige Bedeutung bekommen, wie die Recherchen am PC, um Kontakte zu den passenden Menschen zu bekommen, ohne die eine erfolgreiche Umsetzung schwerlich zu bewältigen ist. Ein solches Projekt braucht viel Geduld und Begeisterung, ebenso wie ein gutes Durchhaltevermögen und methodisch kluges Vorgehen. 

Nachdem die gestellten Ziele weitgehend vorangebracht wurden, wird die Erhaltung des erreichten Zustandes oberstes Gebot sein. Zu diesem Zeitpunkt macht es Sinn, sich um die Bekanntmachung des Projektes für einen breiteren Kreis Interessierter  zu kümmern, da es jetzt möglich ist, Interessierten Zugang zu den Möglichkeiten des Projektes zu verschaffen. Das bedeutet, dass Menschen mitten in einer Großstadt eintauchen können in eine längst vergangene Zeit – das heißt, in eine Zeitreise von 1860 bis 1960, sei es aus großem Interesse an dieser Epoche oder um für einige Momente oder auch etwas länger dem stressigen Alltag zu entfliehen, indem man mitten in einer Großstadt etwas ganz Anderes, Ungewohntes erlebt.
Interessierte können sich z. B. für einen bestimmten Zeitraum einen Raum mieten 
in dem sie entspannen und am Leben auf dem Grundstück teilhaben. Sie können aber auch gern zum Kern der Mannschaft dazu stoßen, um am Projekt dauerhaft aktiv teilzunehmen.

Das es überhaupt möglich wurde ein solches Projekt in Angriff nehmen zu können, beruht einzig und allein auf der Tatsache, dass seit vielen Jahren die gesamte Last, das Grundstück zu finanzieren und bis jetzt wirtschaftlich zu halten auf einer einzigen Person ruht.
 

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Dieses Bild zeigt das Anwesen mit Villa um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert


Für den festen Kern der „Projekt-Kämpfer“ bedarf es Menschen mit „Herzblut“ und genügend Zeit für ein solches Projekt, die gemeinsam am selben Strang ziehen und  sich nicht gleich entmutigen lassen, wenn es auch einmal Rückschläge gibt. Was nicht heißt, dass sporadische Helfer für das Projekt ungeeignet wären. Gerade dann wenn jede Hand die hilft gebraucht wird und manchmal mitentscheidend ist für einen sicheren Erfolg, ist jeder dem es Freude macht an solch einem Projekt mit zu helfen
herzlich willkommen.

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Die originale Küche im Kellergeschoß überstand 166 Jahre

 Dieses Bild zeigt den Balkon mit Blick zur Südwest Seite des Garten vor einigen Jahren

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Kontakt über folgende Mailadresse:

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Impressum:
Matthias Hauptmann
Caspar-David-Friedrich Str. 7
01219 Dresden
Tel:  +491605217411
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Technischer Ansprechpartner:
Joerg Kadner-Wettin
01458 Medingen Eichenweg 2
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Telefon: +49 35205/70499
Telefon: +49 172/9242954
Telefax: +49 35205/154996

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